Tag Archives: Gedicht

Bedürfnis

14 Dez Venedig4

Er hatte kein Benehmen,
schon gar keine Manieren,
er sollte sich was schämen,
doch wollte er probieren,

wie weit er könnte gehen,
ganz ohne sich vom Örtchen,
auf dem er blieb nun stehen
mit manchem frechen Wörtchen

für jene vor der Tür,
die des Bedürfnis’ wegen
schon lange standen hier,
ein Stück nur zu bewegen.

Kein Bier

5 Apr
© Roger Jegg - Fotodesign-Jegg.de

© Roger Jegg – Fotodesign-Jegg.de

Nein, nein, ich will kein Bier,
denn trink ich davon vier,
bleib ich vermutlich hier
und trinke wieder vier,
bis ich mich nicht mehr zier,
bestelle nochmals vier,
ich Hohn und Spott kassier,
dann brauche ich noch vier,
im Rausch ich mich verlier
und will noch einmal vier,
ich kenne meine Gier.
So traurig! Nochmal vier!
Jetzt werde ich zum Tier,
auf ex die nächsten vier,
und bitte, glaube mir,
ich stürze noch mal vier,
so brauch ich ein Quartier.
Gibst du mir dann noch vier,
dann schlafe ich mit dir!
Nein, nein, ich will kein Bier!

Vom Fegen und Kehren

4 Mai

Der Mann sagt: „Wie sieht’s hier denn aus
in diesem meinem eig’nen Haus?
Die Frau soll putzen und soll fegen,
damit nicht schief hängt der Haussegen!“
Die Frau tut sich dagegen wehren:
“Ich kann von dir mich auch abkehren!“

 

Futter

12 Feb

Es war einmal ein Innenfutter,
dem schälte ich die Schale ab
und briet es dann in wenig Butter,
so ich nicht länger Hunger hab.

Ich aß mit Appetit und Wonne
den ganzen Futterteller leer,
die Schale brachte ich zur Tonne,
kalt! Hab keine Jacke mehr.

 

präservativ

1 Dez

präsentiert das
präsent bleibt
präsent im
präsens und
präservativ für alle zeit

BennoP