Tag Archives: essen

Hyäne!

16 Dez Allgemeines

Also beim Frühstück kennt Pfleger El wirklich keine Freunde! Wenn ich aufstehe, ist Gnu immer schon aus.

Lecker

29 Jun

Seit sie ihm täglich seine Unzulänglichkeiten aufs Brot schmierte, wurde er endlich satt.

 

Futter

12 Feb

Es war einmal ein Innenfutter,
dem schälte ich die Schale ab
und briet es dann in wenig Butter,
so ich nicht länger Hunger hab.

Ich aß mit Appetit und Wonne
den ganzen Futterteller leer,
die Schale brachte ich zur Tonne,
kalt! Hab keine Jacke mehr.

 

Kein Platz für Könige

30 Aug

Spion-News vom 22.08.11:

© Prolineserver

© Prolineserver

 

Das schwedische Königspaar wollte ganz gemütlich in ein badisches Gasthaus einkehren, doch die Wirtin verweigerte den Zutritt.

Silvia und Carl XVI. Gustaf von Schweden besuchten die Heimat Silvias, die in Heidelberg geboren wurde. Ganz in der Nähe, in der Kleinstadt Ladenburg, beschloss das Königspaar, in den „Güldenen Stern“ einzukehren, wie Welt Online berichtet. Doch Wirtin Nadine Schellenberger hatte etwas dagegen. Sie habe keinen Tisch frei und mit dem Hauptgang für die anwesende Hochzeitsgesellschaft genug zu tun. Man solle es doch in der benachbarten Pizzeria versuchen.

Erst später erfährt die 46-jährige Wirtin, wem sie da gerade den Eintritt verwehrt hat. „Ich habe keine Zeit, den ganzen Tag Illustrierte zu lesen, ich habe die Königin nicht erkannt, als sie mich nach einem Tisch fragte.“ Der hohe Besuch folgte dem Rat und suchte in Begleitung von mehreren Bodyguards und Sohn Prinz Carl Philip die italienische Gaststätte auf. Dort wurden die Blaublüter sofort erkannt. Der Inhaber des „Da Vinci“ freut sich, sorgt doch das Königspaar auch in den Folgetagen für ein ausgebuchtes Restaurant.

Frau Schellenberger ärgert sich über die verpasste Chance. Ihr Mann erklärt, seit diesem Fauxpas seien sie „die Deppen in Ladenburg“. Das Ehepaar will nun einen Brief an das schwedische Königshaus schreiben, sich entschuldigen und das Königspaar, das sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert hat, zum Essen in ihren Gasthof einladen.

(pb)

 

Rülps!

24 Aug

Rülps!

Ein Traum von einem Mann

19 Mai

„Kann ich dir behilflich sein?“
„Nein, lass nur, Schatz. Ich habe dir versprochen, für dich zu kochen. Und die Zubereitung geht schnell.“ Vincent spürte Isabells Hand im Nacken. „Ich muss vorsichtig sein, Schatz. Schließlich hantiere ich hier mit einem ziemlich großen Messer.“ Er drehte den Kohlkopf zurecht und teilte ihn mit drei kräftigen Schnitten in Viertel.

„Ich kann es kaum noch abwarten“, flüsterte ihm Isabell ins Ohr.
„Hast du so großen Hunger?“
„Das auch.“
Vincent lachte. „Du hast dir Schmorkohl gewünscht, als ich dir erzählte, dass ich ihn immer für meine Mutter koche.“
Isabell strich ihm mit den Fingerspitzen durchs Haar und küsste ihn sanft auf den Hals. Dann schmiegte sie sich an ihn, während er den Strunkansatz aus den Kohlvierteln entfernte und diese dann in feine Streifen schnitt.

„Begleitest du mich zur Spüle, Bell?“
Er wusch die Streifen in einem Sieb unter fließendem Wasser. Dabei spürte er Isabells zarte Hände unter seinem Shirt. Sie streichelte ihm erst den Rücken, dann presste sie ihren schlanken Körper gegen den seinen und spielte mit seinen Brustwarzen.
Vincent genoss es, ihren festen Busen im Rücken zu spüren und spülte den Kohl etwas länger als gewöhnlich. Die Wärme ihrer Hüften übertrug sich auf ihn. Er musste sich zusammenreißen, sollte es heute noch etwas zu essen geben.
Ein Spritzer mit dem kalten Wasser genügte, um Bell von ihm zu trennen. Vincent drehte das Wasser ab und schlüpfte an ihr vorbei zum Herd.

Er heizte die Kochplatte auf starker Hitze an, stellte eine große Schmorpfanne darauf und goss Sonnenblumenöl hinein. „Das wird eine heiße Sache.“
„Du bist heiß“, hauchte Isabell und steckte ihre Hand unter seiner Mickey-Maus-Schürze in seine Hose.
Unter dem Spiel ihrer Finger reckte sich sein Glied in die Höhe. Die Hitze stieg ins Unerträgliche. Der Kohl musste in die Pfanne.

Während er kräftig rührte, erhitzte Vincent eine zweite Pfanne. Isabell schob ihn ein Stück vom Herd weg und kniete sich vor ihm hin.
„Vorsicht, Schatz, das könnte spritzen.“
„Soll es doch“, erwiderte sie, schob ihren Kopf unter die Schürze und zog an dem Reißverschluss.
Reis wäre auch eine Alternative gewesen, dachte Vincent und kippte das Gehackte in die zweite Pfanne.

Der kräftige Geruch des Fleisches mischte sich unter den deftigen Kohlgeruch. Außerdem duftete es nach Isabells Parfüm und seinem Schweiß. Hier vereinen sich meine beiden Leidenschaften, dachte er und gab das Fleisch zum Kohl.

Beim Würzen ging einiges daneben, denn Zunge und Zähne Isabells schmeckten sein Glied nach allen Regeln der Kunst ab. Vincent musste sich am Herd festhalten, was es ihm nicht leicht machte, die dritte Pfanne anzuheizen. Glücklicherweise hatte er die gekochten Kartoffeln bereits geschält und in Scheiben geschnitten bereit stehen.

Vincent betrachtete Isabell von oben. Ihr Rücken bog sich in einer perfekten Rundung zu dem traumhaften Ansatz ihres süßen Hinterns, der aus ihrer Jeans hervorlugte. Der Anblick des auf der Schulter liegenden kastanienbraunen Haars entführte seine Hand vom Regler am Herd. Wie in die Wogen des Meeres tauchten seine Finger in die Wellen ihres Schopfes. Isabell tauchte auf, riss ihm das Shirt mitsamt der Schürze vom Leib und kostete die Knospen seiner Brust. Vincent hantierte an ihrer schmalen Taille vorbei mit den Pfannen.

Isabell erschrak, als er den Schmorkohl mit Brühe aufgoss. Ein kurzes Zucken nur, ein Augenblick des Erschauerns, dann berührten sich ihre Lippen. Der süße Geschmack verlieh den Düften, die vom Herd aufstiegen, eine eigenartige Note.

Vincent hatte jetzt die Hände frei. Er drängte Isabell zu der kleinen Eckbank. Sie ließen sich fallen.
„Du bist der Größte, Vincent. Ein wahrer Traum von einem Mann.“

Es klingelte. Vincent sprang auf, Isabell verschwand aus der Küche.
„Nicht jetzt“, stöhnte Vincent. Er zog sich das Shirt wieder an, zog den Reißverschluss der Hose zu, warf einen prüfenden Blick in die Pfannen und ging zur Wohnungstür.

„Hallo, Vincent.“
„Hallo, Mutter. Du bist zu früh.“
„Ist das Essen noch nicht fertig? Oder hast du etwa Besuch?“ Frau Lone schaute ihn prüfend und zugleich hoffnungsvoll an.
„Ja … ich meine, nein. Ich meine: Ja, das Essen ist gleich fertig, nein, ich habe keinen Besuch.“
Frau Lone seufzte. „Du hast wohl wieder geträumt, was?“

 
 
Text: Philipp Bobrowski
Coverillustration: Lukyanov Mikhail

Der Anschlag

16 Dez

Cover: Der Anschlag

Heute wird es mit Glucken-Gudrun zu Ende gehen. Und ich, Curry-Curd, werde der lachende Sieger sein.

Das wurde aber auch Zeit. Noch ein paar Tage und ich bin pleite. Letzte Woche habe ich nur fünfzehn Würste verkauft. Fünfzehn! Alles Gudruns Schuld. Für zwei Imbissbuden ist der Parkplatz einfach zu klein.

Am liebsten wäre ich heute früher zur Arbeit gefahren. Aber keine Leichtsinnsfehler. Bloß nicht auffallen.
Dabei hatte ich es anfangs auf die friedliche Tour versucht. Wenn die Kunden Hähnchen wollen, sollen sie die nicht nur bei dem Hühnchen bekommen, hatte ich gedacht. Hab mir extra so ein Grillteil gekauft. Fehlanzeige. Die Leute liefen weiter zu Glucken-Gudrun.
„Weil du immer so mürrisch bist“, hat meine Erna gesagt. „Nicht so freundlich wie die Gudrun.“
Hat sie ja vielleicht recht. Die ist wirklich so. Sogar zu mir.
Neulich hat sie mir ein Hähnchen geschenkt. Als ob ich das wollte. Oder die Kiste Ketchup, die mit lieben Grüßen vor meiner Imbissbude stand. Ich will ihre Almosen nicht. Und ihre mitleidigen Blicke kann ich auch nicht mehr ab. Wenn sie denn mal die Zeit hat, sie mir zuzuwerfen.

Aber heute fliegt ihr der Ketchup um die Ohren. Habe den Zeitzünder auf Punkt neun gestellt. Gerade, wenn ich wie jeden Morgen meine Bude aufschließe. Das Schauspiel will ich mir doch nicht entgehen lassen.
War nicht leicht den ganzen Kram zu besorgen. Da soll noch mal einer sagen, dass ich nichts auf die Reihe kriege. Und dann ist es aus mit Gudruns Glück. Die hat sowieso viel zu viel Schwein gehabt.
Wenn ich nur an die Kakerlaken denke. Ich schleich mich nachts an die Gluckenbude ran und krieg erst am nächsten Morgen mit, dass die Alte alles ausgeräumt hat und ne Woche Urlaub macht. Die Viecher haben überhaupt nichts zu fressen gefunden. Klar, wo die weitergesucht haben.
Oder als ich ihr die Kühltruhe ausgeräumt habe. Kommt doch am nächsten Tag die Hygiene und stellt Salmonellenbefall an Gudruns Hähnchen fest. Nur dass die jetzt in meiner Truhe waren. Da konnt ich erst mal zumachen.
Aber damit ist jetzt Schluss. Hab ihr die Bombe in einer Ketchupkiste in den Wagen geschmuggelt. Wenn sie diesmal wieder Glück hat, geht sie nicht dabei drauf.

Zwei vor neun. Ich bin pünktlich wie die Feuerwehr. Aber die wird heute zu spät kommen. Noch steht die Gluckenbude. Gudrun winkt mir zu. Ich winke zurück. Vor meiner Bude steht eine Kiste Ketchup.
Ein Zettel: „Ich hab eine zuviel. Vielleicht kannst du sie brauchen. Liebe Grüße, Gudrun.“

Coverfoto: Paul-Georg Meister / Pixelio (www.pixelio.de)